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WAS IST DAS?

Bisher haben Sie auf unserem virtuellen Rundgang durchs TIM diese Exponate kennengelernt.

Heute stellen wir Ihnen weitere schöne alte Dinge vor.

Dieses formschöne Werkzeug ist ein Geschenk von Familie Trübner aus Jena für unser Museum. 

Es ist ein Hutspanner zum Weiten von Hüten, wie sie nahezu unverändert in Form und Funktion noch heute verwendet werden. Mit dem auf einem Gewinde aufgesetzten Handgriff in der Mitte können die  beiden Formteile auseinandergeschraubt werden.

Unser Spanner (auch Hutdehner genannt) stammt wohl aus der Zeit um 1920-1930. Beachtenswert ist die kupferne Messlatte (unten), an der die jeweils eingestellte Hutgröße genau abgelesen werden kann.

"ist das ein Computer?" Junge Leute stellten den Mitgliedern unseres Museums-Clubs, die sonntags da sind, diese Frage öfter. Die Antwort lautet in der Regel: "Der Vorläufer davon." Und das stimmt sogar.  Und dann geht es los! Besonders Kinder schreiben zu gern mal auf so einem "alten Ding".

Wie kam es zu solch technisch ausgeklügelten Schreibmaschinen? Als das Schreiben mit der Hand, also mit  Gänsekiel, Schiefergriffel oder Stahlfeder den Bedürfnissen von Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft  nicht mehr entsprach, dachten sich kluge Menschen neue Schreibweisen aus.

Von der ersten unbeholfenen Schreibmaschine des Engländers Henry Mill im Jahr 1708 bis zu den elektronischen Schreibmaschinen in der zweiten Hälfte des 20. jahrhunderts war es jedoch ein weiter Weg und gab es eine Unmenge der verschiedenen Arten mechanischer und später elektrischer und elektronischer  Schreibhilfen. (Wir werden demnächst eine besonders seltene vorstellen.) 

Dies hier ist, wie man am Markennamen sieht, eine Erika-Schreibmaschine aus der DDR-Produktion. Auch davon gab es viele Versionen, z. B. Reiseschreibmaschinen, Breitbandmaschinen, auch Maschinen mit kyrillschen (russischen) Buchstaben! Bestimmt stehen noch viele in Haushalten herum, meist in der Ecke, aber manche benutzen sie noch. Sie haben zumindest den Vorteil, dass sie weder auf Strom noch auf das Internet angewiesen sind! Und Farbbänder gibt es heute auch noch zu kaufen.

Diesen fein ziselierten Zinnteller hat uns Familie Schimmel (Kahla) aus ihrer Familie gebracht, vorläufig als Leihgabe. 

Leider war über die Nutzungsgeschichte nicht viel zu erfahren. Umso wichtiger für die Inventarisierung war es für uns, die Sachgeschichte zu ergründen.

Zinngerät (im süddeutschen Raum auch Zinngeschirr genannt) ist seit ca. 2000 Jahren im Gebrauch und wurde wegen seiner Korrosionsbeständigkeit gern benutzt oder wenn Silberware zu kostspielig war. 

Ganz so alt ist dieser Teller natürlich nicht!

Unsere Recherchen im Internet erbrachten zunächst nicht viel. Glücklicherweise erhielten wir mehr Auskunft vom Zinn-Team auf der Webseite zinnmarken.de.  Zitat:

"Der Teller lässt die Herkunft Leipzig und den Zinngießer Johann Michael Schmidt d. Älteren (Meister 1734) erkennen. Erschwerend ist, dass sein Sohn, J. M. Schmidt d. J. (ab 1764), auch die gleichen Marken verwendete. Man muß hier also im Einzelfall entscheiden, was richtig ist." 

Wie man sieht, ein recht altes Exponat, wenn auch wertmäßig nicht im Entferntesten zu vergleichen mit kostbaren großen Stücken anderer Museen.

Sie sind herzlich eingeladen, sich in 7 Tagen die nächsten Exponate unserer virtuellen Ausstellung anzusehen! 


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