Das Tante Irma Museum (mehr zur Geschichte hier), kurz TIM, ist aus persönlicher Sammelleidenschaft, dörflicher Erinnerungskultur und dem Wunsch entstanden, Geschichte vor dem Vergessen zu bewahren. Seine Wurzeln liegen im Haus von Irma Martius in Hummelshain, wo Rainer und Gundula Berthelmann über Jahre hinweg Gegenstände des Alltags, Geschichten und Zeugnisse aus Dorf- und Regionalgeschichte zusammentrugen und dem wachsenden Bestand zunächst inoffiziell den Namen „Tante Irma Museum“ gaben. Aus dieser privaten Initiative entwickelte sich Schritt für Schritt ein öffentlich sichtbares Museum. Mit dem Umzug in die späteren Ausstellungsräume, der offiziellen Eröffnung am 7. September 2016 und der Gründung des Museumsclubs wurde aus einer persönlichen Sammlung ein gemeinschaftlich getragenes Projekt, das heute von vielen Engagierten mit Leben erfüllt wird. Seit 2017 arbeitet der Museumsclub als gemeinnütziger Verein und steht für ehrenamtliches Engagement, regionale Verbundenheit und kulturelle Offenheit. Das TIM erzählt nicht nur die Geschichte einzelner Exponate, sondern auch die Geschichte eines Dorfes, seiner Menschen und seines Alltags. Gerade diese Nähe zu Hummelshain und zur Region macht das Museum zu einem Ort der Begegnung, an dem Erinnerungen, Gespräche und gemeinsames Entdecken zusammenfinden. Umso wichtiger ist für uns die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, Museen und Initiativen. Sie hilft dabei, Wissen zu teilen, Ausstellungen und Veranstaltungen zu bereichern und das kulturelle Leben in Hummelshain und darüber hinaus gemeinsam zu gestalten. Wir verstehen diese Partnerschaften nicht als lose Kontakte, sondern als freundschaftliches Miteinander, das auf gegenseitiger Unterstützung, Interesse und Vertrauen beruht.
Auch in der aktuellen Situation zeigt sich, wie wertvoll dieses Netzwerk ist. Das Museumsgebäude ist derzeit wegen Brandschutzanforderungen und weiterer baulicher Auflagen für den regulären Besuch geschlossen, der Museumsclub selbst bleibt jedoch aktiv und führt Projekte, Veranstaltungen und Kooperationen weiterhin fort. Gerade deshalb freuen wir uns über jeden Verein, jede Einrichtung und jeden Menschen, die mit uns gemeinsam daran arbeiten, Geschichte lebendig zu halten. Die überwältigende Bereitschaft zur Unterstützung und zu Spenden macht uns dabei große Hoffnung, dass die notwendigen Bauarbeiten schon bald umgesetzt werden können und das Tante Irma Museum anschließend wieder seine Türen öffnen wird.
Der Museumsclub
Gleichzeitig mit der offiziellen Museumseröffnung am 7. September 2016 riefen engagierte Bürger den Museumsclub ins Leben. Was als Initiative von Gundela und Rainer Berthelmann sowie der Gemeinde begann, festigte sich am 1. April 2017 mit der Anerkennung als gemeinnütziger Verein. Seither ist der Club die tragende Säule des TIM und ermöglicht durch den Status der Gemeinnützigkeit auch die steuerliche Berücksichtigung von Sach- und Geldspenden zur Erhaltung der Sammlung. Heute vereint der Verein über 20 Mitglieder aller Generationen – vom Teenager bis zur Altersgruppe 60+. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den unterschiedlichen beruflichen Hintergründen der Aktiven wider, die ihr Fachwissen ehrenamtlich in die Museumsarbeit und die museumspädagogischen Angebote einbringen. Die Qualität dieses Engagements erfuhr im Jahr 2025 besondere Würdigung: Der Museumsclub wurde mit dem ZÜBLIN-Vereinspreis ausgezeichnet. Zudem verlieh Landrat Johann Waschnewski dem Museum auf dem Kreisheimattag den Sonderpreis des SHK 2025. Diese Auszeichnungen sind für uns eine wertvolle Anerkennung unserer Arbeit und bestärken uns darin, die Geschichte der Region weiterhin lebendig zu vermitteln.
Von Herzen Dank
Seit den Anfängen des Tante Irma Museums begleiten uns Menschen und Institutionen mit ihrer Leidenschaft und Verbundenheit. Dass wir heute mit Zuversicht in die Zukunft blicken können, verdanken wir diesem starken Netzwerk aus privaten Unterstützern, Partnern und Instituten.
Wir möchten uns aufrichtig bei allen bedanken, die uns seit Anbeginn die Treue halten, uns in der aktuellen Situation zur Seite stehen oder unseren Weg in der Zukunft begleiten werden. Ihr Vertrauen und Ihre Großzügigkeit sind das Fundament, auf dem wir unser Museum für kommende Generationen bewahren.